Technik in Hochdruckreinigern

house_cleaning_services_250x251Verschmutzungen verschiedener Art in Haushalt und Industrie können nicht immer sofort beseitigt werden. Nasser Schmutz, wie auf die Terrasse getragener Schlamm nach regenreichen Tagen, trocknet ein und weicht nicht nach einem einfachen Besenstreif. Auch der Gartenschlauch hilft nicht mehr. Ganz im Gegenteil: In kurzer Zeit wird sehr viel Wasser unnütz verschwendet. Dasselbe gilt bei der Entfernung von Moosen und Farbresten. Hier ist Druck gefragt. Mindestens 15 bis zu 1000 bar Druck genau gesagt. Hochdruckreiniger strahlen mit dieser Energie so gut wie jede Verschmutzung weg. Und dafür benötigen sie achtmal weniger Wasser, als der Gartenschlauch. Natürlich benötigen unterschiedliche Schmutzarten andere Energien zur Entfernung.

Alle modernen Hochdruckreinigungsgeräte und Staubsauger haben einen ähnlichen Grundaufbau, dessen wesentliche Elemente in Wasserhochdruckpumpe, Antriebsmotor sowie Sprühlanze besteht. Hinzu kommen die Anschlüsse für Strom und Wasser. Einige laufen über den normalen Netzstrom von 220 V, andere brauchen dagegen Kraftstrom von 400 V. Unterschiede bestehen vor allem in der Umsetzung der Grundelemente. So gibt es seltener auch Geräte, die mit 2-Takt oder 4-Takt Motoren betrieben werden.
Zwei Gruppen Hochdruckreinigungsgeräte definieren sich durch die Temperatur des Wassers, als Kaltwasser-Reiniger bzw. Warmwasserreiniger. Bekanntlich hat Warmwasser die besseren Reinigungseigenschaften Kaltwasserreiniger können das zugeführte Wasser lediglich nicht selbst erhitzen. Dafür kann der Reiniger aber an die Warmwasserzufuhr angeschlossen werden. Welche Temperaturen geeignet sind, ist vom Hersteller streng vorgeschrieben. Mittels eines eingebauten Brenners erledigen Warmwasserreinigers die korrekte Erhitzung des Wassers selbst.
Herzstück aller Hochdruckreinigungsgeräte ist die Hochdruckpumpe. Über die so genannte Taumelscheibe bewegen diese Axialpumpen 3 Kolben hin und her. Diese Kolben (oder auch Plunger) sorgen dank dieser spezifischen Bewegung dafür, dass sich im Wasser ein hoher Druck aufbaut. Wird dann die Sprühlanze manuell geöffnet tritt das Wasser in einem kräftigen Strahl aus. Ist die Sprühlanze geschlossen wird das unter hohem Druck stehende Wasser via Bypassventil reguliert, damit im Innenleben keine Schäden entstehen.

Kleinkriterien bestimmen den Typus eines Reinigers näher und damit auch den Preis. Beim Kauf sollten sie durchaus begutachtet werden. Die Größe der Räder ist eines davon. Im Garten bleiben größere Räder seltener hängen, wodurch sich der Bedienkomfort erhöht.
Besonders hochwertige Reiniger, die aber eher in der Industrie eingesetzt werden, bestehen aus Aluminium. Reiniger aus Aluminium, mit Keramikbeschichtungen an den Kolben oder sogar Messingteilen haben eine höhere Lebensdauer bei häufigem Einsatz. Praktisch, leicht und günstiger sind im Haushalt die Modelle aus Kunststoff, denn Haushaltsreiniger kommen nicht täglich zum Einsatz, wie es bei industriellen Geräten der Fall ist.
Durch praktisches Zubehör kann die Bedienfreundlichkeit auch für den Einsatz in Haushalt und Garten gesteigert werden. Um verknotete Wasserzuleitungen zu vermeiden, bietet sich beispielsweise eine Schlauchtrommel an. Durch verschiedene Düsenarten kann der Nutzer den Reiniger speziell auf die Erfordernisse seiner Aufgaben einstellen. Einige Reiniger bieten sogar die Option, dem Wasser Reinigungsmittel unterzumischen.

Je höher der Druck, desto schwerer die Folge, desto höher die Verletzungsgefahr. Diese Gefahr besteht für den Nutzer häufig nicht im Strahl selbst, sondern in den Schmutzpartikeln und Steinen, die der Hochdruckreiniger durch wegschleudert. Unberechenbarerweise können diese Partikel mit hoher Geschwindigkeit in die Augen gelangen und diese verletzen. Bei der Bedienung des Reinigers ist deshalb eine Schutzbrille zu tragen. Natürlich sollte der Strahl niemals auf andere Personen oder Tiere gerichtet werden.
Beim Einsatz sollte der Nutzer auf korrekte Arbeitskleidung achten, wozu Arbeitshandschuhe und festes Schuhwerk gehören.
Bei den Oberflächen, die gereinigt werden, ist im Vorfeld Kunde einzuholen, ob diese der Belastung des hohen Druckes gewachsen sind. Stoffdächer von Cabrios, dünne Karossen, Spiegelglas, Glas im Allgemeinen und Wandputz können durch den Druck sonst Schaden nehmen.
Das Gerät selbst ist regelmäßig zu warten, vor der Benutzung zu überprüfen. Schließlich treffen beim Reiniger elektrischer Strom und Wasser aufeinander. Darum müssen Kabel, Isolierungen und Ventile in regelmäßigen Abständen gesichtet werden.
Bei allen Sicherheitskriterien garantiert ein nicht abweichendes Befolgen der Herstellerangaben den unproblematischen Gebrauch und eine lange Lebensdauer von Reiniger und Staubsauger.



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